20 Jahre Phoenix Mecano Digital Elektronik

Mit Pauken und Trompeten – oder eher mit Brass und Dixie feierte Phoenix Mecano Digital Elektronik in Wutha-Farnroda sein 20-jähriges Bestehen.

Wutha-Farnroda. Über 140 Gäste, darunter Mitarbeiter, Geschäftspartner und Wegbereiter, stießen auf die Erfolgsgeschichte des Automobilzulieferers und Steuertechnik-Experten im Wartburgkreis an.

Bei dem Tochterunternehmen der Schweizer Phoenix Mecano Gruppe arbeiten heute 160 Mitarbeiter an den beiden Thüringer Standorten in Buttlar und Wutha-Farnroda. „Auf Kurs bleiben“ ist das Ziel von Geschäftsführer Rolf Bormet, der zusammen mit seinem Amtsvorgänger Karlheinz Malsch auf eine beeindruckende Bilanz blicken kann: Lag der Umsatz im Jahr 2000 noch bei etwa fünf bis sechs Millionen Euro, soll in diesem Jahr die 30 Millionen Marke geknackt werden. „Es ist eine dynamische Industrie, in der Wachstum durch technologische Chancen möglich ist“, erklärt Rolf Bormet, wie er das Unternehmen für die nächsten 20 Jahre aufstellen möchte.

Noch in diesem Jahr wird eine Vergrößerung am Standort Wutha-Farnroda umgesetzt: Die Produktionsfläche soll auf rund 2000 Quadratmeter erweitert werden. Dafür sind Investitionen in siebenstelliger Höhe nötig.

Neben dem Standbein Automobilindustrie ist das Unternehmen in den Bereichen Automatisierungstechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie sogar in der Medizintechnik tätig. Standortübergreifend werden komplette Geräte-Systeme aus elektronischen Baugruppen und mechanischen Komponenten gefertigt.

Einsparung durch effiziente Straßenbeleuchtung

Um weiter erfolgreich zu sein, muss Phoenix Mecano Digital Elektronik auch für seine Mitarbeiter attraktiv bleiben: „Wir arbeiten an der Flexibilisierung der Arbeitsplätze, an der noch besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, sagt der Geschäftsführer. Denn Fachkräfte sind angesichts des demographischen Wandels knapp: „Die technischen Berufe stehen nicht mehr ganz hoch im Kurs. Wir bilden aber seit vielen Jahren aus und haben daher unseren eigenen Nachwuchs“, so Rolf Bormet.

Besonders stolz ist er auf den Geschäftsbereich LED Straßen- und Außenleuchten, der seit 2011 entwickelt wurde. „Kommunen stecken rund zehn Euro pro Kopf in die Straßenbeleuchtung“, erklärt er. Mit der höchst energieeffizienten LED-Technologie aus seinem Haus seien bis zu zwei Drittel Einsparung möglich. Erste Referenzprojekte in Thüringen, beispielsweise in Seebach, seien bereits umgesetzt. Die Firma stehe mit Energieunternehmen in Verhandlung und hat ein lichttechnisches Tochterunternehmen gegründet.

Ostthüringer Allgemeine / Julia Stadter / 16.07.15